Die Insel Cabrera

Ein wunderbarer Freizeit-Tipp auf Mallorca – Die Insel Cabrera, die südlich von Mallorca gelegene Insel, wird auch die Ziegeninsel genannt. Eine kleine Insel von nur knapp 16 km² und einer wunderbaren Küste von 38 Kilometern.

Die Insel besteht aus flachem Land mit vielen felsigen Buchten. Der Baumbestand und die allgemeine Vegetation sind relativ arm. Einst wurde die Insel von vielen Wildziegen bewohnt, die die jungen Bäume und Sträucher auffraßen und junge Pflanzen zerstörten. Um eine grüne Flora wieder aufleben zu lassen, wurden die Ziegen von der Insel entfernt, damit die Insel Cabrera wieder zusehends grüner wird.

Historisches
Die Insel war einst mit den Balearen dem Byzantinischen Reich zugehörig. Im 14. Jahrhundert baute Krone Aragon an der Hauptbucht den windgeschützten Naturhafen und eine Burg, die die Insel vor Piratenüberfällen schützen sollte.

In den Jahren 1807 – 1814 wurde auf der Insel ein Internierungslager für 12.000 französische Gefangene errichtet. Sie mussten ohne Nahrungsmittel und ausreichend Wasser auskommen. Daher starben in etwa 3500 – 5000 der Gefangenen. Das Denkmal, welches sich auf der Mitte von ­Cabrera befindet, erinnert an dieses traurige Kapitel der Geschichte.

Die Leuchttürme der Insel stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Insel sollte besiedelt werden. Doch während des 1. Weltkrieges wurden die Bewohner enteignet und stattdessen eine Garnison aufgestellt. Aufgrund dieser militärischen Maßnahmen ist Cabrera noch hoch ein militärisches Sperrgebiet.

Sehenswertes
Es ist ein Freizeit-Tipp auf Mallorca – Die Insel Cabrera, der gern an Urlauber weitergegeben wird. Wer hier die Stille und den herrlichen Ausblick genießen will, sollte sich in eines der Ausflugsboote setzen und von Mallorca aus hinüberfahren.

Die blaue Grotte ist eine riesige Höhle, die an der Nordseite der ala Gandulf liegt. Wegen der Lichtreflexionen schimmert sie in ihrem Inneren blau und erhielt deshalb ihren Namen. Neben dieser Höhle gibt es noch einige andere kleine Höhlen, die sich an den Buchten befinden.

Noch heute sind Reste der im 14. Jahrhundert erbauten Festung zu besichtigen. Für die verstorbenen Kriegsgefangenen ist das Denkmal in der Mitte der Insel ein weiterer Besuch wert. Wer mehr über die Geschichte der Insel erfahren möchte, wird interessante Details in dem hiesigen Museum finden. Nicht zuletzt ist der Leuchtturm mit dem weiten Blick von der Insel aus ein weiteres Highlight.

Die Ausflugsboote fahren von Colónia de Sant Jordi zur Insel. Die Fahrt selbst dauert nur 30 Minuten. Im Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30. September werden tägliche Fahrten von Porto Petro angeboten.