Cap Formentor

Als Treffpunkt der Winde wird der Ort auf Mallorca – Cap Formentor auch bezeichnet. Eigentlich ist dieser das östlichste Ende einer gleichnamigen Halbinsel. Sie liegt am nördlichsten Punkt der Baleareninsel Mallorca. Zu erreichen ist dieser Ort auf Mallorca – Cap Formentor über eine Straße von Port de Pollença aus. Sie wurde vom italienischen Ingenieur Antonio Paretti gebaut, der für seine Sa Calobra auf Mallorca bekannt wurde. Anders als bei der üblichen Straßenbauweise in bergigen Regionen wurden keine Felsen gesprengt, die den Verlauf der Straße störten. Parettis Markenzeichen ist die Achtung der Gebirge. Statt Felsen zu sprengen, schlagen seine Straßen geschwungene Alternativrouten. Für die Straßenbahn entfernte Felsbrocken sind an anderen Stellen wieder integriert. Parettis Straßen erinnern deshalb an seidige Bänder, die sanft in die Bergmassive gleiten. Allerdings sind die Straßen zugleich extrem kurvig und teilweise eine echte Herausforderung an die Fahrleistung.

Auf dem Weg zum Cap befinden sich spektakuläre Aussichtspunkte, die auch als solche ausgewiesen sind. Parkbuchten ermöglichen einen kurzen Kamerastopp. Der Mirador d’es Colomer gewährt einen tollen Blick auf die gleichnamige Insel. Aber auch der Mirador del Mal Pas lohnt einen kurzen Halt. Gegen Ende der Strecke sollte man während der Hochsaison vorsichtig sein. Oftmals sind die Parkplätze knapp, so dass die ohnehin schon engen Straßen zugeparkt sind.

Das Cap Formentor ist nicht zu verfehlen, ein Leuchtturm krönt diesen Aussichtspunkt. Wenn das Wetter mitspielt kann der Besucher im Osten Menorca sehen, im Westen lockt der Ausblick auf die Cala Figuera und im Süden sieht man die Siedlungen von Alcúdia. Es lohnt sich aber auch den Blick einmal direkt hinab gleiten zu lassen – die beeindruckende Steilküste und die Felsgebilde sind atemberaubend. Nicht umsonst heißt dieser Ort auf Mallorca – Cap Formentor auch Treffpunkt der Winde. Diese heizen das Meer so an, dass es mit voller Kraft gegen die Felsen peitscht und mit der erzeugten Gischt seine Macht beweist. Als Tramuntana, Ponenet, Migjorn, Llevant, Mestral, Xaloc, Llebetx und Gregal werden die Winde seit jeher von den Ureinwohnern genannt. Einige waren Namenspaten für verschiedene mallorquinische Regionen.

Abenteurer, denen der Gipfel von Formentor nicht genug ist, sei eine Höhle in der Tiefe der Steilwand an dieser Stelle empfohlen. Etwa acht Meter über der Meereslinie befindet sich eine der zahlreichen mallorquinischen Höhlen. Ein Besucht dieser lohnt in jedem Fall, immerhin ist diese Kaverne eine der bedeutendsten Fundstätten der prähistorischen Kultur der Insel Mallorca. Spuren der Talayot Kultur sind heute noch in der etwa 90 Meter langen und acht Meter hohen Kaverne zu besichtigen.