Deià

Die idyllisch über dem Meer gelegene Kleinstadt Deià, gehört mit ihren knapp 800 Einwohnern zu den kleinsten Städten Mallorcas. Mit ihren von Mandel-, Oliven- und Zitrusbäumen gesäumten Straßen, gilt sie als sogenanntes Künstlerdorf der Insel, denn in Deià haben sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts unzählige Schauspieler, Maler, Musiker und Schriftsteller niedergelassen.

Vom Schmugglerdorf zur wohlhabenden Kleinstadt
Deià liegt 400 Meter über dem Meer, auf einem dem Tramuntanagebirge zugehörigen Hügel und hat eine mehrere Kilometer lange und äußerst beeindruckende Küste, die allerdings nur schwer zugänglich ist. Die Stadt ist in drei Zonen unterteilt, hat mehr als 30 Prozent ausländische Einwohner und existiert seit etwa 1583, als der Ort in der Chronik von Valldemossa zum ersten Mal Erwähnung findet. Gerüchten zufolge stammt der Name der Stadt aus dem Arabischen, abgeleitet von den Worten daia oder daya, was Feld beziehungsweise Dorf bedeutet. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert bauten die Bewohner von Deià ein Netz von Wachtürmen auf, um die Stadt gegen Angriffe von Piraten zu verteidigen. Nachdem durch die Agrarkrise am Ende des 18. Jahrhunderts viele Bewohner nach Frankreich auswanderten, lebte Deià lange Zeit vom Schmuggel, bis der Ort für den Tourismus entdeckt wurde.

Der stellt heute den Hauptwirtschaftszweig und ist für den Ausbau der Stadt verantwortlich. Die berühmten Gäste haben aus dem einst schlichten Bauerndorf eine wohlhabende Stadt gemacht, in der luxuriöse Sommerresidenzen von Stars wie Michael Douglas, Pierce Brosnan, oder dem Musical-Komponisten Andrew Lloyd Webber zu finden sind. Dieses Image lässt sich Deià gut bezahlen, denn die Preise für Unterkunft und Gastronomie sind sowohl für Bewohner und Besucher weitaus höher, als in den umliegenden Gemeinden.

Ein malerischer Ort auf Mallorca – Deià
Durch den großen Ausländeranteil wird in Deià vermehrt Englisch gesprochen. Es gibt in der Stadt mehrere Luxusunterkünfte, versteckte Galerien, edle Boutiquen und herausragende Restaurants, in denen schon Mitglieder der Königsfamilie von Spanien zu Besuch waren. Deià hat zwei Strände und einige Kilometer unterhalb des Ortes gibt es die Kieselsteinbucht ‚Cala Deià‘ mit ihren Natursteinhöhlen, die zu Bootsgaragen ausgebaut wurden. Dort kann auch wunderbar gebadet oder geschnorchelt werden, denn das Wasser ist glasklar und sauber. Neben dem Archäologischen Museum und dem Kirchenmuseum, lockt vor allem das jährlich im Juli und August stattfindende Musikfest ‚Festival de Deià‘ Touristen an.

Um die Stadt vor einem zu großen Besucherandrang zu schützen, dürfen Reisebusse im Ort nicht mehr halten. Die Anreise nach Deià ist daher nur individuell mit dem PKW möglich oder per Linienbus von Sóller und Valldemossa aus.