Petra

Wenn man als Urlauber auf Mallorca nach dem urtümlichen Spanien sucht, dann gibt es nur einen Ort auf Mallorca – Petra. Hektik sucht man in diesem verschlafen wirkenden Ort vergebens. Nur etwa 2500 Einwohner leben in Petra. Lange Zeit war der Ort vom Rest der Insel abgeschieden, es gab keinen Anschluss an das Eisenbahnnetz und auch die Straßenanbindung fehlte. Mittlerweile ist Petra auch mit der Bahn erreichbar. Dennoch hat es sich seinen ruhigen Charakter bewahrt.

Petra liegt 44km von der mallorquinischen Hauptstadt Palma entfernt an der Hauptstraße zwischen Manacor und Inca. Seit das Gebiet 1993 als Weinregion anerkannt wurde, erfolgte der Ausbau dieses Wirtschaftssektors. Es wurden neue Rebstöcke gepflanzt, neue Rebsorten eingeführt und die Anbautechniken verbessert. In der Gegend um Petra werden nun Rotweine aus roten Traubensorten gewonnen wie beispielsweise Callet, Manto Negro, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die hier erzeugten bekannten Weißweine sind beispielsweise Chardonnay und Moscatel.

Ein touristisches Ziel ist der Ort auf Mallorca – Petra, weil er der Geburtsort des Missionars Junipero Serra ist. Er gilt als Gründer von unter anderem San Francisco, L.A. und San Diego. Sehenswert ist seine Taufkirche San Pere, die sich im nördlichen Bereich von Petra befindet. Auch die Ausbildungsstätte Perras, das Convent de Sant Bernadi von 1607, ist ein touristischer Magnet. Entlang der Carrer Frey Junipero erfährt der Besucher allerlei über die Lebensstationen des Missionars und wird zu verschiedenen Stationen seines Lebens geführt: Geburtsaus, Convent, Museum. Auf den Spuren von Junipero kann der Besucher auch auf dem jährlichen Festtag wandeln. Jährlich am 3. September wird mit einem Umzug das Festa de Beat Juniper begangen.

Feierlich wird es auch am 21. Juli zum Fest der Santa Praxedes und am 2. und 3. August zur Festa dels Angeles. Der sonst eher beschauliche Ort auf Mallorca – Petra lädt an diesen Tage zur gemütlichen Geselligkeit ein. Für den Besucher lohnt sich mittwochs aber auch der Besuch des Wochenmarktes auf der Plaça Ramon Llull. Interessant ist auch die schöne Pfarrkirche San Pere. Sie verfügt über eine gewaltige, sehenswerte Fensterrose.

Besonders für Wanderliebhaber lohnt sich ein Ausflug nach Petra. In der sehr nahen Umgebend gibt es eine der selten gewordenen Molins de vent (Windmühlen). Diese gehörten noch vor geraumer Zeit zum festen Alltagsbild der mallorquinischen Insel. Mit einer kleinen Wanderung um den Ort lässt sich dieses Relikt gut erkunden. Wer gut zu Fuß ist, sollte die Wanderung etwas ausdehnen und das westlich gelegene Kloster Bonay erkunden.