Castell de Capdepera

Der Ort Capdepera ist eine Gemeinde auf der spanischen Ferieninsel Mallorca und zieht mit seinen zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten und wunderschönen Stränden jährlich zahlreiche Besucher in seinen Bann. Dabei ist eine der interessantesten und vielleicht auch der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Capdepera die Festung bzw. das Castell de Capdepera. Wer sich dabei noch direkt im Urlaub schnell und unkompliziert im Internet über das Bauwerk informieren möchte, kann dies mit Hilfe einer Eingabe des Suchbegriffs Mallorca Sehenswürdigkeiten – Castell de Capdepera problemlos tun. Interessant ist aber auch eine Lektüre zu diesem Bauwerk bereits vor dem Urlaub als Einstimmung auf die Ferien, denn immerhin ist dieses Castell nicht nur gut erhalten, es bietet auch einen reichhaltigen historischen Hintergrund.

Somit ist die Festung eigentlich keine Festung im eigentlichen Sinne und auch kein Castell, wie man es sich typischerweise vorstellt, sondern hinter dem Castell de Capdepera verbirgt sich die ehemalige Stadtmauer des gleichnamigen Ortes Capdepera. Ein weiteres interessantes Phänomen ist, dass diese Stadtmauer oder die ehemalige Stadt keinen viereckigen sondern einen dreieckigen Grundriss besitzt und somit schon allein durch ihre Anlage zu etwas ganz besonderem wird. Der Eingangsbereich befindet sich in der südlichen Ecke, die auch einen nach wie vor erhaltenen, massiven Wehr- oder Verteidigungsturm beherbergt. Das Portal selbst stammt dabei bereits aus dem 16. Jahrhundert und umfasst noch einen zusätzlichen – kleineren – Wehrturm, der sich seitlich des Hauptturms befindet.

Von den beiden Türmen ausgehend können die Stadt- oder Befestigungsmauern komplett begangen werden, so dass der Gast den Eindruck bekommt, eine alte Burganlage zu begehen und nicht die Mauern einer Stadtbefestigung. Dieser Eindruck mag ausschlaggebend für die Bezeichnung Castell sein, denn der Begriff Castell wird ja üblicherweise für eine Burg- oder Schlossanlage genutzt. Trotzdem wurden im Laufe der Zeit diverse Veränderungen an der Anlage selbst vorgenommen, denn zum Beispiel wurden die Wohnhäuser der früheren Siedler abgebrochen, die sich unmittelbar an den Mauern des Castells befanden.

Die zur Anlage gehörende Kapelle Nuestra Senyora de la Esperanza befindet sich dagegen in der nördlichen Ecke des Dreiecks und zwar am höchsten Punkt der gesamten Anlage. Ursprünglich war diese Kapelle, die zudem eine Marienstatue gotischen Ursprungs beherbergt, dem Heiligen Petrus gewidmet. Sowohl um diese Kapelle als auch um die darin befindliche Statue ranken sich zahlreiche Legenden, die allerdings nicht so ganz von der Hand zu weisen sind. So soll die Statue bei Piratenüberfällen zur Hilfe geholt worden sein, und als man sie auf der Mauer abstellte, waren de Angreifer wie durch Zufall durch dichten Nebel vertrieben worden.