Palmas Kathedrale

Sie gehört zu den schönsten Mallorca Sehenswürdigkeiten – Palmas Kathedrale in der Hafenstadt von Spanien, die zugleich die Hauptstadt der Insel Mallorca ist. Von den Menschen schlicht ‚La Seu‘ genannt, gilt die Kathedrale als Bischofssitz der Kirche und Wahrzeichen der Stadt Palma.

Ein wunderschönes Wahrzeichen aus Sandstein
König Jaume I. von Aragón, bat einer Legende zufolge die Heilige Jungfrau um Hilfe, als er bei einer Reise über die Inseln von einem Sturm überrascht wurde. Er gab ihr das Versprechen, eine Kirche zu ihren Ehren zu errichten, wenn er den Sturm überleben sollte. Nach dem Ende der Maurenherrschaft im Jahr 1230, löste König Jaume I. sein Versprechen ein und legte den Grundstein für die Kathedrale vom Palma. Es dauerte beinahe 400 Jahre, bis das sogenannte Kirchenschiff am 29. Juli 1587 fertiggestellt wurde. Ein Erdbeben zerstörte jedoch große Bereiche der wunderschönen Kathedrale im Jahr 1851. Durch die Renovierungsarbeiten und den Wiederaufbau ging die ursprünglich gotische Bauweise zum Teil verloren. Erst der Architekt Antoni Gaudi, der im Jahr 1902 damit beauftragt wurde, den alten Stil der Kathedrale wiederherzustellen, verhalf ihr durch erneute bauliche Veränderungen zu ihrem ursprünglichen Antlitz.

Aus Sandstein erbaut, gilt die Kathedrale La Seu heute als eines der wertvollsten Bauwerke im gotischen Stil von ganz Spanien. Die Kathedrale besitzt drei große Eingangstore, einen verzierten Spitzbogen von über 15 Meter Höhe, sowie ein beeindruckendes Facettenfenster an der Ostfassade, das aus mehr als 1.200 einzelnen Glasstücken zusammengesetzt wurde. Wunderschön anzusehen ist auch die große Orgel der Kathedrale, die von Gabriel Tomás im 18. Jahrhundert gebaut wurde.

Einzigartige Kunstwerke der verschiedenen Jahrhunderte
Die Kathedrale von Palma ist knapp 110 Meter lang und über 30 Meter breit. Sie ist in 19 Kapellen und 8 Zwischen- sowie Nebengebäude aufgeteilt, und bietet von mehreren Stellen aus einen perfekten Blick auf die nähere Umgebung, sowie in das Innere der Kirche. Besonders am frühen Morgen, wenn die Sonne durch die farbenprächtige Rosette der Ostseite fällt, wird der gesamte Innenraum der Kathedrale in ein spektakuläres Meer von Licht und Farben getaucht.

Im Glockenturm der Kathedrale befindet sich ein 1932 gegründetes Museum, indem jede Menge Kostbarkeiten besichtigt werden können, die nicht mehr bei Gottesdiensten verwendet werden. Gotische Kunstwerke aus dem 15. Jahrhundert sind genauso zu entdecken wie barocke Werke aus dem 18. Jahrhundert. Dazu kommen großartige Sammlungen von Schmiedearbeiten aus Silber und der verschiedensten Skulpturen. Nicht zu besichtigen sind jedoch die Grabstätten zweier mallorquinischer Könige, die in der Kathedrale ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.